Ein Tag auf Fuerteventura

Ein Tag auf La Palma
April 14, 2019
Gerade einmal 350 Kilometer Luftlinie ist Fuerteventura von La Palma entfernt, jedoch können die zwei Insel unterschiedlicher kaum sein. Im Gegensatz zum satten Grün von La Palma dominiert auf Fuerteventura die Wüste. Anstatt hoher Bergen mit Wäldern findet man auf Fuerteventura surreale Kulissen wie aus einer Mars-Expedition. Das einzige was unseren Aufenthalt von La Palma gleichte war die Dauer des Aufenthaltes. Auf unserer Kanaren Kreuzfahrt steuerten wir nämlich im Februar 2019 den Hafen von Puerto del Rosario an. Exakt 10 Stunden hatten wir Zeit um die Insel zu erkunden. Wir entschieden uns, dass wir mit einem Mietwagen einmal quer über die Insel fahren. Diese Entscheidung war goldrichtig, da das Anmieten eines Autos sehr zu empfehlen ist da das Netz der Öffentlichen Verkehrsmitteln sehr ausgedünnt ist und man zu den wahren Highlights ohne Auto überhaupt nicht hinkommen würde. Unser Roadtrip und viele Infos über die Insel findet ihr in den kommenden Zeilen.
Die Dünen von Corralejo:

Neben den Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria zählen die Dünen von Corralejo im Norden der Insel zu den größten und schönsten Wüstenabschnitte der Kanarischen Inseln. Der Sand der Wanderdünen ist sehr hell und feinkörnig und das gesamte Dünengebiet des Nationalparks erstreckt sich auf einer Länge von über 10 Kilometer. Leider wurde erst 1982 dieses Naturreservat von der EU als besonderes Naturschutzgebiet anerkannt. Betonung auf "leider" da ein paar Jahre zuvor eine Hotelgruppe einen riesigen Beton-Ferienbunker in die Dünen baute und somit die Vegetation als auch die atemberaubende Kulisse beinträchtige. Nichts destotrotz ist der wilde Charme einfach faszinierend. Wenn ihr die Möglichkeit habt müsst ihr unbedingt einen Besuch zu Sonnenaufgang oder zur Dämmerung in Erwägung ziehen. Es bietet einem ein traumhafter Blick auf das Gebirge, der vorgelagerten Insel Los Lobos & bei schönem Wetter lässt sich sogar die Nachbarinsel Lanzarote erkennen!
Die Passstraße durch das Naturschutzgebiet rund um den Montana Cardon:

Als wir die Dünen und das Meer hinter uns ließen und uns der Bergkette im Zentrum der Insel zuwenden, wurden wir positiv überrascht, denn das Inland von Fuerteventura bietet trotz - oder gerade wegen - seiner Kargheit, ein spektakuläres Bergpanorama mit Charme einer fremden Galaxie. Am Atemberaubendsten ist die Passstraße durch das Naturschutzgebiet Montana Cardon. Es liegt auf direkten Weg zwischen Pájara und La Pared im südlichen Teil der Insel. Am höchsten Punkt der Straße gibt es zudem ein Monument mit Parkmöglichkeiten. Von dort aus könnt ihr auch die schönsten Aussichten auf diese Marslandschaft erhaschen.
Die traumhafte Küste von La Pared:

Nach einer kurvenreichen Fahrt durch das Naturschutzgebiet im Landesinneren, erreichten wir die Westküste Fuerteventuras und den kleinen, verschlafenen Ort La Pared. Hotelburgen und Menschenmassen sucht man in diesem beschaulichen Dorf vergebens. Der gleichnamige Strand, der nur wenige Meter vom Zentrum entfernt ist, ist an Vielfältigkeit kaum zu überbieten. Teils schroffe Klippen, teils menschenleeren Buchten machten für mich diesen Ort zu einem der schönsten Fleckerl der gesamten Insel.
10 Stunden erscheinen auf den ersten Blick als ein ziemlich enges Zeitfenster jedoch lässt sich mit der richtigen Planung vorab locker eine ganze Insel erkunden. Natürlich hätten wir gerne mehr Zeit auf Fuerteventura verbracht, da die Insel wirklich ihren ganz eigenen, rauen Charme hat und die Landschaft von Fotomotiven nur so strotzt aber ich bin mir ganz sicher, dass die Dünen & Marslandschaft von Fuerteventura uns noch einmal zu Gesicht bekommen - ganz, ganz sicher.

Frohes Fernweh,
euer Hannes

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